Bericht des Prüfungsausschusses

  • Dr. Bernhard Walter, Vorsitzender des Prüfungsausschusses.

Dr. Bernhard Walter, Vorsitzender des Prüfungsausschusses.

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Prüfungsausschuss behandelt auf der Basis der in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse geregelten Aufgabenzuweisung insbesondere Fragen der Rechnungslegung. Ferner erörtert er die Wirksamkeit und die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems, des internen Kontrollsystems und des internen Revisionssystems sowie das Compliance-Management. Außerdem befasst er sich mit der Abschlussprüfung und überprüft die Qualifikation und Unabhängigkeit des Abschlussprüfers.

Nach Beschluss durch die Hauptversammlung beauftragt der Prüfungsausschuss den Wirtschaftsprüfer mit der Abschlussprüfung beziehungsweise mit der prüferischen Durchsicht von Zwischenfinanzberichten, legt die Prüfungsschwerpunkte fest und trifft die Honorarvereinbarung mit dem Prüfer.

Sowohl der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Dr. h. c. Bernhard Walter, als auch Dr. Clemens Börsig verfügen als unabhängige Mitglieder des Prüfungsausschusses über Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung und besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren.

An den sechs Sitzungen des Prüfungsausschusses im Geschäftsjahr 2012 nahmen neben den Ausschussmitgliedern auch der Aufsichtsratsvorsitzende, der Vorstandsvorsitzende, die für Finanzen und Controlling sowie Integrität und Recht zuständigen Vorstandsmitglieder und die Vertreter des Abschlussprüfers teil. Darüber hinaus waren zu einzelnen Tagesordnungspunkten die Leiter von Fachabteilungen sowie weitere Sachverständige vertreten. Zusätzlich führte der Prüfungsausschussvorsitzende regelmäßig Einzelgespräche, unter anderem mit dem Abschlussprüfer, mit den für Finanzen und Controlling beziehungsweise Integrität und Recht zuständigen Vorstandsmitgliedern, mit dem Monitor und dem externen Compliance-Berater des Prüfungsausschusses sowie mit den Leitern des Bilanzbereichs und der Bereiche Interne Revision, Group Compliance und Recht. Über die Ergebnisse dieser bilateralen Gespräche informierte der Prüfungsausschussvorsitzende den Prüfungsausschuss jeweils bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit. Der Prüfungsausschussvorsitzende informierte auch den Aufsichtsrat in der jeweils folgenden Sitzung über die Tätigkeit des Ausschusses und den Verlauf von Sitzungen und Gesprächen.

In einer Sitzung Anfang Februar 2012 behandelte der Prüfungsausschuss im Beisein von Vertretern des Abschlussprüfers die vorläufigen Kennzahlen des Jahres- und Konzernabschlusses sowie den Dividendenvorschlag des Vorstands. Die vorläufigen Kennzahlen wurden in der Jahrespressekonferenz am 9. Februar 2012 veröffentlicht.

Ende Februar 2012 prüfte und erörterte der Ausschuss im Beisein des Abschlussprüfers, der über die Ergebnisse seiner Prüfung berichtete und für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung stand, den jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehenen Jahresabschluss, Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht für die Daimler AG und den Konzern für das Geschäftsjahr 2011 sowie den Gewinnverwendungsvorschlag. Zur Vorbereitung standen den Mitgliedern des Prüfungsausschusses umfangreiche Unterlagen zur Verfügung, unter anderem der Geschäftsbericht mit dem Konzernabschluss nach IFRS und dem zusammengefassten Lagebericht für die Daimler AG und den Konzern sowie dem Corporate Governance Bericht und dem Vergütungsbericht, der Jahresabschluss der Daimler AG, der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sowie die Prüfungsberichte der KPMG für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der Daimler AG nach IFRS, jeweils einschließlich des zusammengefassten Lageberichts, sowie die Entwürfe der Berichte des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses. Die Prüfungsberichte und wesentliche Vorgänge hinsichtlich der Rechnungslegung wurden gemeinsam mit dem Abschlussprüfer diskutiert. Dabei hat sich der Prüfungsausschuss der Daimler AG auch mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie mit Fragen der Compliance auseinandergesetzt. Der Prüfungsausschuss empfahl dem Aufsichtsrat nach intensiver Prüfung und Erörterung, die aufgestellten Abschlüsse zu billigen und sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands mit dem Vorschlag der Zahlung einer Dividende von 2,20 € je dividendenberechtigte Stückaktie anzuschließen.

Darüber hinaus erörterte der Prüfungsausschuss in dieser Sitzung den Bericht über die im Geschäftsjahr 2011 an den Abschlussprüfer gezahlten Honorare für Prüfungs- und für Nicht-Prüfungsleistungen und – vorbehaltlich der Wahlentscheidung der Hauptversammlung – die Honorarvereinbarung für das Geschäftsjahr 2012.

Der Prüfungsausschuss stimmte ferner dem Bericht des Prüfungsausschusses für das Geschäftsjahr 2011 zu. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Unabhängigkeitsprüfung und der Erörterung der Qualität der Abschlussprüfung beschloss der Prüfungsausschuss eine an den Aufsichtsrat beziehungsweise im weiteren Verlauf an die Hauptversammlung gerichtete Empfehlung zur Bestellung von KPMG als Abschlussprüfer und Prüfer für die prüferische Durchsicht von Zwischenfinanzberichten. Schließlich befasste sich der Prüfungsausschuss auf der Basis seiner Zuständigkeit mit dem Entwurf der Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung 2012 und mit dem Jahresprüfplan der Internen Revision.

Im Jahresverlauf 2012 erörterte der Prüfungsausschuss in den quartalsbezogenen Sitzungen die Zwischenfinanzberichte vor deren Veröffentlichung mit dem Vorstand, behandelte die jeweiligen Risikoberichte und nahm die Tätigkeitsberichte der Fachbereiche Group Compliance und Corporate Audit entgegen. Regelmäßig tauschte sich der Prüfungsausschuss mit dem unabhängigen Monitor aus. In diesem Zusammenhang war er auch in die Vereinbarung und Bewertung der jährlichen Compliance-Ziele für den Vorstand eingebunden und befasste sich quartalsweise mit Mitteilungen, die vertraulich und auf Wunsch anonym über ein unternehmenseigenes sogenanntes Hinweisgebersystem entgegengenommen und intern vom Business Practices Office bearbeitet wurden. Das Hinweisgebersystem wurde im Februar 2012 um einen externen, unabhängigen Neutralen Mittler als zusätzliche Anlaufstelle ergänzt. Dem Neutralen Mittler können sich Beschäftigte persönlich anvertrauen, ohne als Hinweisgeber im Unternehmen erkannt zu werden.

Die Berichterstattung über Nicht-Prüfungsleistungen des Abschlussprüfers nahm der Prüfungsausschuss in seiner Sitzung im Juni 2012 entgegen. In dieser Sitzung wurden auch die Prüfungsschwerpunkte für die Abschlussprüfung des laufenden Geschäftsjahres und die Genehmigungsrahmen für die Beauftragung des Abschlussprüfers mit Nicht-Prüfungsleistungen festgelegt. Darüber hinaus diente diese Sitzung der Analyse der Abschlussprüfung für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011 und der Wahrnehmung der Kontrollaufgaben des Prüfungsausschusses hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses, der Funktionsfähigkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Gestützt auf die vom Prüfungsausschuss gewürdigten Stellungnahmen des Abschlussprüfers wurde in diesem Zusammenhang auch das Internal Control System behandelt. Über den rechnungslegungsbezogenen Bereich hinaus umfasst das Internal Control System auch das interne Kontroll- und Risikomanagement einschließlich der Bereiche Interne Revision und Compliance-Management. Der Ausschuss erörterte die Tätigkeitsberichte zum Internal Control System und befasste sich dabei insbesondere mit Änderungen und Weiterentwicklungen des Systems.

Des Weiteren informierte sich der Prüfungsausschuss in dieser Sitzung über Neuerungen bei Bilanzierung und Rechnungslegung und weitere prüfungsausschussrelevante Entwicklungen, über den Stand der rechtlichen Risiken, über Weiterentwicklung des Global Treasury Systems, über den Finanzierungsstatus der Pensionsverpflichtungen sowie über weitere aktuelle Themen.

In der Sitzung im Juli 2012 befasste sich der Prüfungsausschuss auf Grundlage des Berichts des Konzernbeauftragten für den Datenschutz mit den Schwerpunktthemen und aktuellen Entwicklungen des Bereichs Datenschutz. Zudem informierte sich der Ausschuss in seiner Sitzung im Oktober 2012 über die wesentlichen Inhalte des zweiten Folgeberichts des Monitors einschließlich der Zertifizierung des Compliance-Programms. In diesem Zusammenhang konnte sich der Ausschuss nochmals von der sorgfältigen Konzeption und nachhaltigen Implementierung der Compliance-Prozesse bei Daimler überzeugen. Nachfolgend informierte sich der Ausschuss über die weiteren Maßnahmen des Unternehmens in Sachen Integrität und über die neu erstellte Verhaltensrichtlinie, die »Richtlinie für integres Verhalten«, welche die bei Daimler geltenden Verhaltensgrundsätze und Leitlinien für das tägliche Handeln festschreibt.

In einer Sitzung Anfang Februar 2013 behandelte der Prüfungsausschuss im Beisein von Vertretern des Abschlussprüfers die vorläufigen Kennzahlen des Jahres- und des Konzernabschlusses sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands. Die vorläufigen Kennzahlen wurden in der Jahrespressekonferenz am 7. Februar 2013 veröffentlicht.

In einer weiteren Sitzung im Februar 2013 befasste sich der Prüfungsausschuss in Anwesenheit von Vertretern des Abschlussprüfers, die über die Ergebnisse der Prüfung berichteten, mit dem vom Abschlussprüfer jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschluss, Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht für die Daimler AG und den Konzern für das Geschäftsjahr 2012 sowie mit dem Gewinnverwendungsvorschlag. Zur Vorbereitung standen den Prüfungsausschussmitgliedern wie allen Aufsichtsratsmitgliedern umfangreiche Unterlagen zur Verfügung, unter anderem der Geschäftsbericht mit dem Konzernabschluss nach IFRS und dem zusammengefassten Lagebericht für die Daimler AG und den Konzern sowie dem Corporate Governance Bericht und dem Vergütungsbericht, der Jahresabschluss der Daimler AG, der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sowie die Prüfungsberichte der KPMG für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der Daimler AG nach IFRS, jeweils einschließlich des zusammengefassten Lageberichts, sowie die Entwürfe der Berichte des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses. Die Prüfungsberichte und wesentliche Vorgänge hinsichtlich der Rechnungslegung wurden gemeinsam mit dem Abschlussprüfer diskutiert. Dabei hat sich der Prüfungsausschuss der Daimler AG auch mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie mit Fragen der Compliance befasst. Dies umfasste auch die vom Vorstand beschlossenen Weiterentwicklungen und erforderlichen Anpassungen innerhalb der konzernweiten Compliance-Struktur und -Aktivitäten. Der Prüfungsausschuss empfahl dem Aufsichtsrat nach intensiver Prüfung und Erörterung, die aufgestellten Abschlüsse zu billigen und sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands mit dem Vorschlag der Zahlung einer Dividende von 2,20 € je dividendenberechtigte Stückaktie anzuschließen. Der Prüfungsausschuss stimmte ferner dem Bericht des Prüfungsausschusses in der vorliegenden Fassung zu.

Darüber hinaus erörterte der Prüfungsausschuss in dieser Sitzung den Bericht über die im Geschäftsjahr 2012 an den Abschlussprüfer gezahlten Honorare für Prüfungs- und für Nicht-Prüfungsleistungen und – vorbehaltlich der Wahlentscheidung der Hauptversammlung – den Vorschlag der Honorarvereinbarung für das Geschäftsjahr 2013. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Unabhängigkeitsprüfung beschloss der Prüfungsausschuss eine an den Aufsichtsrat beziehungsweise im weiteren Verlauf an die Hauptversammlung gerichtete Empfehlung zur Bestellung der KPMG als Abschlussprüfer und Prüfer für die prüferische Durchsicht von Zwischenfinanzberichten. Dabei stützte der Prüfungsausschuss seine Empfehlung auch auf die sehr guten Ergebnisse der vom Prüfungsausschuss im Mai/Juni 2012 durchgeführten Qualitätsanalyse der Abschlussprüfung des vorangegangenen Geschäftsjahres. Schließlich befasste sich der Prüfungsausschuss im Rahmen seiner Zuständigkeit mit dem Entwurf der Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung 2013 und mit dem Jahresprüfplan der Internen Revision.

Auch im Jahr 2012 führte der Prüfungsausschuss wie in den Vorjahren eine Selbstevaluierung seiner Tätigkeit durch. Handlungsbedarf im Hinblick auf die Aufgaben des Ausschusses oder auf den Inhalt, die Frequenz oder den Ablauf der Sitzungen ergab sich dabei nicht.

Stuttgart, im Februar 2013

Der Prüfungsausschuss

 

Dr. h. c. Bernhard Walter
Vorsitzender