Ertragslage

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Daimler AG lag bei 5,1 (i. V. 5,5) Mrd. € und damit leicht unter Vorjahresniveau. Die Ergebnisentwicklung ist durch den Rückgang beim operativen Ergebnis auf 1,4 (i. V. 3,1) Mrd. € und das gegenläufig angestiegene Finanzergebnis beeinflusst.

Der Umsatz stieg um 3,2 Mrd. € auf 72,7 Mrd. €. Im Bereich Pkw nahm er absatzbedingt um 8 % auf 53,2 Mrd. € zu. Bei Lkw und Transportern gingen die Umsatzerlöse um 3 % auf 19,5 Mrd. € zurück.

Der Bereich Pkw verzeichnete in einem insbesondere im zweiten Halbjahr schwieriger gewordenen wirtschaftlichen Umfeld ein Ergebnis unter dem Niveau des Vorjahres. Das weitere Absatzwachstum hat das Ergebnis positiv beeinflusst. Insbesondere im Kompaktwagensegment und bei den Geländewagen sowie bei den Lieferungen in die USA haben wir hohe Zuwachsraten erzielt. Gegenläufig belasteten neben dem ungünstigeren Modell-Mix vor allem auch Aufwendungen für Produktattraktivierungen das Ergebnis. Darüber hinaus wirkten Aufwendungen unter anderem für neue Technologien und Fahrzeuge. Der Absatz des Bereichs Pkw stieg im Berichtsjahr um 4 % auf 1.357.000 Einheiten1. Nach der erfolgreichen Markteinführung der A-Klasse in Europa und den starken Verkaufszahlen der B-Klasse verzeichnete das Kompaktwagensegment einen Absatzanstieg von 31 % auf 238.000 Einheiten1. Durch die große Beliebtheit der neuen Geländewagen stieg der Absatz bei der M-/R-/GL-/GLK-/G-Klasse um 9 % auf 273.000 Einheiten1. Der Absatz im E-Klasse Segment ging lebenszyklusbedingt auf 273.000 (i. V. 297.000) Fahrzeuge1 zurück.

Auch bei Lkw und Transportern lag das Ergebnis aufgrund des geringeren Absatzes unter dem Niveau des Vorjahres. Der Absatz bei Lkw lag mit 96.000 (i. V. 99.000) Einheiten1 nahezu auf Vorjahresniveau. Der Transporterabsatz erreichte 249.000 (i. V. 254.000) Einheiten1.

Die Umsatzkosten (ohne Forschungs- und Entwicklungskosten) stiegen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen um 9,2 % auf 59,8 (i. V. 54,8) Mrd. €. Der geänderte Produktmix, Aufwendungen für Produktattraktivierungen sowie für neue Technologien und Produkte haben zu höheren Umsatzkosten geführt.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten, die in den Umsatzkosten ausgewiesen werden, liegen mit 4,8 (i. V. 4,8) Mrd. € auf Vorjahresniveau; der Anteil an den Umsatzerlösen beträgt 6,6 (i. V. 6,9) %. Diese stehen in erster Linie im Zusammenhang mit der Erneuerung des Produktportfolios, hierbei insbesondere in der Kompaktklasse sowie den Fahrzeugbaureihen S-, E- und C-Klasse. Darüber hinaus arbeiten wir kontinuierlich an neuen Motorengenerationen und alternativen Antriebssystemen. Zum Jahresende waren rund 17.000 Personen im Forschungs- und Entwicklungsbereich beschäftigt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhten sich die Vertriebskosten auf 5,9 (i. V. 5,7) Mrd. €. Der Anstieg war bedingt durch das gestiegene Geschäftsvolumen und die damit im Zusammenhang stehenden höheren Aufwendungen für bezogene Leistungen, gestiegene Ausgangsfrachten und IT-Aufwendungen.

Die Verwaltungskosten stiegen um 6,4 % auf 2,6 (i. V. 2,4) Mrd. €. Diese Entwicklung resultiert überwiegend aus höheren Aufwendungen für IT-Leistungen und -Beratungen.

Das sonstige betriebliche Ergebnis verbesserte sich um 0,5 Mrd. € auf 1,8 Mrd. €. Die Veränderung zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Umgliederung von Lizenzerträgen in Höhe von 0,4 Mrd. €. Diese wurden im Vergleichszeitraum in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Des Weiteren wurden höhere Erträge aus der Weiterberechnung von Leistungen an Dritte und Konzerngesellschaften erzielt. Gegenläufig wirkt das niedrigere Ergebnis aus der Währungsumrechnung.

Das Finanzergebnis hat sich insbesondere aufgrund des höheren Beteiligungs- und Zinsergebnisses um 1,4 Mrd. € auf 3,7 Mrd. € verbessert. Dieser Anstieg resultiert insbesondere aus der höheren Ergebnisabführung der Daimler Luft- und Raumfahrt Holding AG infolge des Verkaufs von rund 7,5 % der EADS-Anteile.

Im Geschäftsjahr 2012 wurde ein Ertrag aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von 0,4 (i. V. Aufwand 0,7) Mrd. € ausgewiesen. Die für 2012 ausgewiesenen Ertragsteuern verminderten sich unter anderem aufgrund des niedrigeren Vorsteuergewinns, der zudem einen hohen nahezu steuerfreien Ertrag aus dem Verkauf von EADS-Aktien enthält. Zudem wirken Steuererträge im Zusammenhang mit der steuerlichen Veranlagung von Vorjahren.

Der Jahresüberschuss hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 4,8 Mrd. € auf 5,5 Mrd. € verbessert. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen durch die Sondereinflüsse aus dem Verkauf der EADS-Anteile sowie von Steuererträgen aus der Veranlagung von Vorjahren geprägt.

1 Im Absatz der Daimler AG sind auch an Konzerngesellschaften fakturierte Fahrzeuge enthalten, die von den Gesellschaften noch nicht an Konzerndritte verkauft wurden. Fahrzeugverkäufe von Produktionsgesellschaften des Daimler-Konzerns sind im Absatz der Daimler AG nicht berücksichtigt.