Gewinn- und Verlustrechnung

Der Konzernumsatz von Daimler verbesserte sich im Jahr 2012 um 7,3 % auf 114,3 Mrd. €; bereinigt um Wechselkurseffekte war eine Zunahme um 3,6 % zu verzeichnen. Der Umsatzanstieg resultiert vor allem aus höheren Fahrzeugauslieferungen bei Mercedes-Benz Cars, Absatzzuwächsen bei Daimler Trucks in Nordamerika und Asien sowie aus der Zunahme des Vertragsvolumens bei Daimler Financial Services. Mercedes-Benz Vans dagegen verzeichnete einen leichten Umsatzrückgang. Auch bei Daimler Buses waren die Umsätze infolge des Absatzrückgangs bei Fahrgestellen rückläufig. Weitere Informationen zur Umsatzentwicklung können dem Abschnitt »Geschäftsentwicklung« des Lageberichts entnommen werden. (Vgl. Tabelle 3.23)

3.23

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  2012 2011 12/11
in Millionen €     Veränd. in %
       
Umsatzerlöse 114.297 106.540 +7
Umsatzkosten -88.784 -81.023 +10
Bruttoergebnis vom Umsatz 25.513 25.517 .
Vertriebskosten -10.451 -9.824 +6
Allgemeine Verwaltungskosten -3.973 -3.855 +3
Forschungs- und nicht aktivierte Entwicklungskosten -4.179 -4.174 .
Sonstige betriebliche Erträge 1.507 1.381 +9
Sonstige betriebliche Aufwendungen -291 -355 -18
Ergebnis aus at-equity bewerteten Finanzinvestitionen 990 273 .
Übriges Finanzergebnis -501 -208 -141
Ergebnis vor Zinsergebnis und Ertragsteuern (EBIT)1 8.615 8.755 -2
Zinserträge 828 955 -13
Zinsaufwendungen -1.725 -1.261 +37
Ergebnis vor Ertragsteuern 7.718 8.449 -9
Ertragsteuern -1.223 -2.420 -50
Konzernergebnis 6.495 6.029 +8
davon       
auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis 400 362 +11
davon       
Anteil der Aktionäre der Daimler AG 6.095 5.667 +8
1 EBIT enthält Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sowie Effekte aus der Änderung der Abzinsungsfaktoren (2012: 543 Mio. €; 2011: -225 Mio. €).

Die Umsatzkosten betrugen im Berichtsjahr 88,8 Mrd. € und nahmen um rund 10 % gegenüber dem Vorjahr (81,0 Mrd. €) zu. Der Anstieg der Umsatzkosten war durch das erhöhte Geschäftsvolumen und infolgedessen im Wesentlichen durch höhere Materialaufwendungen bedingt. Zudem nahmen die Personalaufwendungen sowie die Abschreibungen auf Sachanlagen zu. Bei Financial Services stiegen die Abschreibungen auf Vermietete Gegenstände im Zusammenhang mit dem wachsenden Leasinggeschäft an. Insgesamt entwickelten sich die Umsatzkosten überproportional zu den Umsatzerlösen, sodass der Anteil des Bruttoergebnisses am Umsatz mit 22,3 % unter dem des Vorjahres (24,0 %) lag. Weitere Informationen zu den Umsatzkosten enthält Anmerkung 5 des Konzernanhangs. (Vgl. Tabelle 3.23)

Die Vertriebskosten erhöhten sich absatzbedingt um 0,6 Mrd. € auf 10,5 Mrd. €. Höhere Aufwendungen für Marketing, Personal und IT-Leistungen waren wesentliche Faktoren hierfür. Der Anteil der Vertriebskosten an den Umsatzerlösen senkte sich von 9,2 % auf 9,1 %. (Vgl. Tabelle 3.23)

Im abgelaufenen Geschäftsjahr stiegen die allgemeinen Verwaltungskosten auf 4,0 (i. V. 3,9) Mrd. €. Die Zunahme resultierte unter anderem aus gestiegenen Aufwendungen für IT- und Beratungsleistungen. Der Anteil der allgemeinen Verwaltungskosten an den Umsatzerlösen ist mit 3,5 % (i. V. 3,6 %) leicht gesunken. (Vgl. Tabelle 3.23)

Die Forschungs- und nicht aktivierten Entwicklungskosten beliefen sich im Berichtszeitraum unverändert zum Vorjahr auf 4,2 Mrd. €. Diese stehen in erster Linie im Zusammenhang mit der Entwicklung neuer Modelle, den Vorleistungen für die Erneuerung bestehender Modelle und der Weiterentwicklung von Antriebs- und Sicherheitstechnologien. Der Anteil der Forschungs- und Entwicklungskosten an den Umsatzerlösen reduzierte sich von 3,9 % auf 3,7 %. Weitere Informationen zu den Forschungs- und Entwicklungsleistungen des Konzerns können dem Abschnitt »Forschung und Entwicklung, Umweltschutz« des Lageberichts entnommen werden. (Vgl. Tabelle 3.23)

Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen auf 1,5 (i. V. 1,4) Mrd. € zu. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Erträge für weiterverrechnete Leistungen an Dritte zurückzuführen. (Vgl. Tabelle 3.23)

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen leicht zurück auf 0,3 (i. V. 0,4) Mrd. €. (Vgl. Tabelle 3.23)

Weitere Informationen zur Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen sind in Anmerkung 6 des Konzernanhangs enthalten.

Im Geschäftsjahr 2012 verbesserte sich das Ergebnis aus at-equity bewerteten Finanzinvestitionen auf 1,0 (i. V. 0,3) Mrd. €. Der Anstieg steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Verkauf des 7,5 %-Anteils an EADS. (Vgl. Tabelle 3.23)

Das übrige Finanzergebnis ging von -0,2 Mrd. € im Vorjahr auf -0,5 Mrd. € im Berichtsjahr zurück. Dies ist hauptsächlich auf höhere Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sowie Effekten aus der Änderung der Abzinsungsfaktoren von -0,5 (i. V. -0,2) Mrd. € zurückzuführen. (Vgl. Tabelle 3.23)

Das Zinsergebnis lag bei -0,9 (i. V. -0,3) Mrd. €. Der Rückgang resultierte aus höheren Aufwendungen im Zusammenhang mit den Pensions- und Gesundheitsfürsorgeleistungen sowie höheren sonstigen Zinsaufwendungen. Im Vorjahreswert waren positive Effekte aus Zinssicherungsinstrumenten enthalten. (Vgl. Tabelle 3.23)

Die im Geschäftsjahr 2012 ausgewiesenen Ertragsteuern in Höhe von -1,2 (i. V. -2,4) Mrd. € verminderten sich unter anderem aufgrund des niedrigeren Vorsteuergewinns. Der Vorsteuergewinn des Jahres 2012 enthält weiterhin den überwiegend steuerfreien Ertrag aus dem Verkauf von EADS-Aktien. Zudem wirkten in beiden Jahren Steuererträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern sowie im Jahr 2012 Steuererträge im Zusammenhang mit der steuerlichen Veranlagung von Vorjahren. Die Steuerquote lag im Geschäftsjahr bei 15,8 % (i. V. 28,6 %). (Vgl. Tabelle 3.23)

Das Konzernergebnis erreichte 6,5 (i. V. 6,0) Mrd. €. Dabei entfiel auf Minderheitsanteile ein Gewinn von 400 (i. V. 362) Mio. €. Der Anteil der Aktionäre der Daimler AG am Konzernergebnis betrug 6,1 (i. V. 5,7) Mrd. €; dies führte zu einem Ergebnis je Aktie von 5,71 (i. V. 5,32) €. (Vgl. Tabelle 3.23)

Für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie (unverwässert) wurde eine durchschnittliche Anzahl an ausstehenden Aktien von 1.066,8 (i. V. 1.066,0) Mio. Stück zugrunde gelegt.