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    Die globale Aufstellung mit einem einzigartigen Lkw-Markenportfolio ist ein wichtiger strategischer Eckpfeiler für unser künftiges Wachstum.

  • 3.2 keyvisual trucks2

    Der Aerodynamics Trailer spart im Jahr pro Sattelzug rund 2.000 Liter Diesel und entlastet die Umwelt um mehr als fünf Tonnen CO2-Emissionen.

Die globale Aufstellung mit einem einzigartigen Lkw-Markenportfolio ist ein wichtiger strategischer Eckpfeiler für unser künftiges Wachstum.

Daimler Trucks

2012 war für Daimler Trucks ein facettenreiches Jahr: Mit dem Antos für den schweren Verteilerverkehr, der neuen mittelschweren Motorengeneration sowie einer komplett neuen Modellpalette unter der Marke BharatBenz haben wir unsere Innovationskraft einmal mehr unter Beweis gestellt und unser Portfolio für den Kunden maßgeblich erweitert. Im Sommer übernahm das Joint Venture mit dem chinesischen Partner Foton die Produktion von Lkw der Marke Auman. Trotz steigender Absatzzahlen blieb das EBIT unter dem Vorjahresniveau.

4.03

Daimler Trucks
  2012 2011 12/11
€-Werte in Millionen     Veränd. in %
       
EBIT 1.714 1.876 -9
Umsatz 31.389 28.751 +9
Umsatzrendite (in %) 5,5 6,5 .
Sachinvestitionen 989 1.201 -18
Forschungs- und Entwicklungsleistungen 1.197 1.321 -9
 davon aktiviert 180 251 -28
Produktion 450.622 435.918 +3
Absatz 461.954 425.756 +9
Beschäftigte (31.12.) 80.519 77.295 +4
 

4.04

Absatz Daimler Trucks
  2012 2011 12/11
in 1.000 Einheiten     Veränd. in %
       
Gesamt 462 426 +9
Westeuropa 58 61 -6
davon: Deutschland 31 31 -0
         Großbritannien 7 8 -9
         Frankreich 7 8 -9
NAFTA 135 114 +18
davon: USA 114 97 +17
Lateinamerika (ohne Mexiko) 46 62 -25
davon: Brasilien 29 44 -34
Asien 164 135 +21
davon: Japan 35 27 +30
        Indonesien 69 62 +10
 

Nochmals deutlicher Anstieg von Absatz und Umsatz. Nachdem viele Truck-Märkte in der ersten Jahreshälfte noch deutliche Absatzzuwächse verzeichneten, kam es im dritten und vierten Quartal in allen Kernmärkten zu einer abgeschwächten, teils sogar rückläufigen Nachfrageentwicklung: In Europa führten die Staatsschuldenkrise und die damit verbundene Konjunkturschwäche zu einer spürbaren Kaufzurückhaltung, und auch in der NAFTA-Region beschränkte die angespannte Wirtschaftslage die Nachfrage auf den notwendigen Ersatzbedarf. Der Aufschwung in Japan im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau nach dem Erdbeben verlangsamte sich deutlich, und in Brasilien sorgte die Einführung einer verschärften Abgasnorm zusammen mit einer schwachen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung seit Jahresbeginn für signifikante Absatzrückgänge. Daimler Trucks konnte in diesem schwierigen Umfeld Absatz und Umsatz weiter steigern und insbesondere in der NAFTA-Region und in Asien Zugewinne erzielen. Im Berichtsjahr haben wir 462.000 Fahrzeuge verkauft, das sind 9 % mehr als im Jahr 2011. Der Umsatz erreichte 31,4 Mrd. € (+9 %). Aufgrund geringerer Absätze in Brasilien und Westeuropa sowie planmäßiger Aufwendungen für die aktuelle Produktoffensive lag das EBIT mit 1,7 Mrd. € um 9 % unter dem Vorjahresergebnis. Vgl. Tabelle 4.03

Daimler Trucks #1 sichert nachhaltig die Profitabilität. Um auch bei der Profitabilität ganz vorne zu liegen, hat Daimler Trucks die Exzellenzinitiative »Daimler Trucks #1« gestartet. Das Programm ist Teil der »Global Excellence Strategie« und umfasst sowohl Exzellenzprogramme der einzelnen Geschäftsbereiche als auch bereichsübergreifende Initiativen. Die Vorgaben sind genau definiert: Ergebnisbeiträge in Höhe von 1,6 Mrd. € werden bis zum Jahresende 2014 sowohl aus zusätzlichen Geschäftsaktivitäten als auch aus Kostensenkungsmaßnahmen erwartet. Klare Zielsetzung von Daimler Trucks ist es, einen wesentlichen Teil der Einsparungen bereits bis Ende 2013 zu realisieren.

Leitgedanke der Wachstums- und Optimierungsprogramme in den Geschäftsbereichen ist, die Branchenführerschaft in der jeweiligen Region abzusichern bzw. zu erreichen. Unsere Maßnahmen umfassen hierzu die gesamte Wertschöpfungskette.

Erhebliche Potenziale haben wir beispielsweise bei der Optimierung der Produktion sowie bei der Material- und Fixkostenreduzierung erkannt. Darüber hinaus trägt unsere aktuelle Produktoffensive in erheblichem Maße zur Erreichung unserer Wachstums- und Effizienzziele bei.

Zusätzlich zu den Programmen in den Geschäftsbereichen haben wir neue, bereichsübergreifende Exzellenzinitiativen ins Leben gerufen, um bestmöglich von den Vorteilen unserer globalen Aufstellung zu profitieren. So strebt Daimler Trucks im Rahmen seiner Modulstrategie einen deutlich höheren Gleichteilegrad der Produkte an, ohne die wichtigen Differenzierungsmerkmale der einzelnen Marken aufzugeben. Eine geringere Komplexität und eine reduzierte Teilevielfalt führen neben Preisvorteilen bei der Beschaffung zu deutlichen Skaleneffekten in Produktion und Logistik. Um den Entwicklungsbereich optimal auf die globale Plattform- und Modulstrategie auszurichten, wird die R&D-Organisation derzeit neu aufgestellt. Im After-Sales-Geschäft wird eine noch engere Zusammenarbeit beispielsweise durch den systematischen Austausch bewährter Praktiken ebenfalls zu unserem angestrebten Ziel beitragen. Gleichzeitig wird eine globale Wachstumsstrategie beim Geschäft mit der Wiederaufbereitung von Komponenten (Remanufacturing) zusätzliche Ergebnispotenziale erschließen. Durch den Ausbau der regionalen Aktivitäten und die Erweiterung des Produktportfolios wollen wir das Umsatzvolumen unseres Remanufacturing-Geschäfts mittelfristig um 30 % ausbauen. Schließlich arbeiten wir an einem integrierten Geschäftsmodell für Asien, um in der Region noch stärker als bisher an den Wachstumschancen zu partizipieren.

Deutliche Absatzsteigerung weltweit. In Westeuropa führten eine schwache Konjunkturentwicklung im Zusammenhang mit der Staatsschuldenkrise und eine damit verbundene Kaufzurückhaltung zu einer rückläufigen Marktentwicklung. Mit 58.000 Einheiten lag der Absatz von Daimler Trucks um 6 % unter dem Vorjahreswert. Dabei waren insbesondere in den südeuropäischen Märkten wie Italien und Spanien im Vergleich zum Vorjahr starke Einbußen zu verzeichnen. Der Anteil dieser beiden Länder am westeuropäischen Absatz von Daimler Trucks ist allerdings mit 6 % (i. V. 8 %) relativ gering. In Deutschland und in den Niederlanden konnten wir die guten Verkaufszahlen des Vorjahres hingegen wieder erreichen bzw. sogar leicht übertreffen. In diesem herausfordernden Marktumfeld konnte sich Daimler Trucks gut behaupten: Sowohl in der Gesamtregion Westeuropa als auch im Heimatmarkt Deutschland haben wir den Marktanteil von Mercedes-Benz im mittleren und schweren Segment nochmals verbessert und unsere Marktführerschaft ausgebaut. Der Marktanteil erreichte im Berichtsjahr in Westeuropa 22,9 % (i. V. 22,3 %) und in Deutschland 39,2 % (i. V. 37,5 %).

Ähnlich war die Situation in der Türkei: Nach einem sehr nachfragestarken Jahr 2011 lag der Markt insbesondere im wichtigen Schwer-Lkw-Segment unter dem Vorjahresniveau. Entsprechend verzeichnete auch Daimler Trucks dort einen leichten Absatzrückgang um 8 % auf 18.300 Einheiten. Dennoch haben wir den Marktanteil von Mercedes-Benz Trucks nochmals deutlich auf 45,4 % (i. V. 37,3 %) steigern und so die Marktführerschaft ausbauen können. Darüber hinaus haben wir Ende August unser Portfolio in der Türkei um den Fuso Canter erweitert. In Russland haben wir in einem günstigen Markt-umfeld 7.100 Fahrzeuge unserer Marken Mercedes-Benz und Fuso verkauft und damit einen Anstieg von über 30 % erzielt. Diese erfreuliche Entwicklung ist nicht zuletzt auf die erfolgreiche Arbeit unserer Joint Ventures mit dem dortigen Marktführer im schweren Segment Kamaz zurückzuführen.

In Lateinamerika führten die Einführung einer strengeren Abgasnorm im Hauptmarkt Brasilien zu Beginn des Jahres sowie eine deutliche Verschlechterung der Gesamtwirtschaft zu einem erheblichen Absatzrückgang auf 46.200 (i. V. 61.900) Fahrzeuge. Dabei erforderte der Sprung von Euro III auf Euro V nicht nur einen signifikanten Technologiewechsel bei den Fahrzeugen, sondern stellte auch hohe Anforderungen an die Infrastruktur, wie beispielsweise die flächendeckende Verfügbarkeit von entsprechendem Dieselkraftstoff sowie dem für die Abgasnachbehandlung wichtigen Reagenzstoff AdBlue. Die brasilianische Regierung hat mit deutlich verbesserten Bedingungen ihres Förderprogramms FINAME auf die sich abschwächende Konjunktur reagiert. Günstige Finanzierungskonditionen sowie kurze Abschreibungsfristen sollen als zusätzliche Kaufanreize dienen und dürften auf Sicht das Lkw-Geschäft wieder beleben.

In der NAFTA-Region entwickelte sich das abgelaufene Jahr zunächst sehr vielversprechend. So lag der Lkw-Markt der Klassen 6-8 nach dem ersten Halbjahr um rund 30 % über dem Vorjahresvolumen. Ein relativ hohes durchschnittliches Fahrzeugalter führt hier weiterhin zu deutlichem Ersatzbedarf. In der zweiten Jahreshälfte verschoben mehr und mehr Lkw-Kunden ihre Kaufentscheidung aufgrund sich eintrübender Wirtschaftsaussichten. Als Folge stagnierte die Nachfrage im zweiten Halbjahr im Vergleich zum Jahr 2011. Insgesamt haben wir in der NAFTA-Region mit 135.000 Fahrzeugen aber immer noch ein deutliches Absatzplus von 18 % erreicht. Mit einem Marktanteil von 34,0 % (i. V. 31,9 %) in den Klassen 6-8 und mit 32,9 % (i. V. 30,9 %) im Segment der Schwer-Lkw haben wir auch in diesem wichtigen Markt unsere führende Position ausgebaut. Im Hauptmarkt USA übertrafen wir mit 113.800 verkauften Fahrzeugen den Vorjahresabsatz um 17 %. Auch in Mexiko konnten wir mit einem Zuwachs um 28 % unsere Verkäufe deutlich steigern. Daimler Trucks ist der einzige Hersteller im NAFTA-Raum, der – unter der Komponentenmarke Detroit – über Motoren, Achsen und Getriebe komplett aus eigener Herstellung verfügt und somit dem Kunden ein optimal abgestimmtes Produkt bietet.

In Asien hat Daimler Trucks mit 163.700 Lkw deutlich mehr Fahrzeuge verkauft als im Vorjahr (134.900). Dabei haben wir in Japan, das auch ein Jahr nach der Katastrophe vom März 2011 aufgrund der Wiederaufbauaktivitäten immer noch eine starke Nachfrage verzeichnete, 30 % mehr Fahrzeuge abgesetzt. Insbesondere im attraktiven Schwer-Lkw-Segment konnten wir mit unseren Fuso Fahrzeugen deutlich beim Marktanteil zulegen (+2,4 %-Punkte). Auch in Indonesien haben wir trotz einer verschärften Wettbewerbssituation mit 68.500 Lkw nochmals deutlich mehr Fahrzeuge verkauft. Hier war unser Marktanteil leicht rückläufig; dennoch sind wir mit 43,7 % (i. V. 48,7 %) weiterhin klar Marktführer im Lkw-Gesamtsegment.

Einer der Höhepunkte des Jahres 2012 war der Produktions- und Verkaufsstart der Marke BharatBenz in Indien. Im April haben wir nach einer Rekordaufbauzeit von nur rund 24 Monaten ein neues Produktionswerk in Betrieb genommen. 85 % der Bauteile für die Lkw von BharatBenz stammen aus indischer Fertigung. Neben der Lkw-Montage und der Aggregateproduktion umfasst das Gelände dort ein Forschungs- und Entwicklungscenter sowie eine Teststrecke. Seit Sommer 2012 werden in dem Werk in Chennai die schweren Lkw der neuen Daimler Trucks-Marke BharatBenz in Serie produziert; Verkaufsstart war im September. Seit Anfang Oktober werden auch die mittelschweren Lkw in Serie produziert und verkauft. Trotz der kurzen Zeit seit Verkaufsstart haben wir bereits bis zum Jahresende 1.100 schwere und mittelschwere Fahrzeuge verkauft.

Mit unserer Premiummarke Mercedes-Benz sind wir im chinesischen Lkw-Markt bereits sehr erfolgreich: Im vergangenen Jahr haben wir dort insbesondere im Baumaschinensegment unsere Absätze deutlich steigern können. Die Fahrzeuge dafür wurden im Lkw-Werk Wörth gefertigt und an die speziellen Anwendungen angepasst. Darüber hinaus bieten wir in China auch Fuso-Modelle an. Insgesamt hat Daimler Trucks im Berichtsjahr mit seinen Konzernmarken 6.900 Fahrzeuge in China abgesetzt und damit das Volumen trotz eines stark rückläufigen Gesamtmarkts um 6 % gesteigert.

BharatBenz - The Brand Film

Weitere Fortschritte bei unseren Beteiligungen. Durch die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Lkw-Hersteller Foton erhält Daimler Trucks Zugang zum attraktiven chinesischen Volumensegment. Nachdem Daimler und Foton im Herbst 2011 vom chinesischen Handelsministerium die abschließende Genehmigung für ihr gemeinsames Joint Venture erhielten, hat im Berichtsjahr in Peking die operative Phase der Kooperation begonnen: Seit Juli werden alle Lkw der Marke Auman von der gemeinsamen Unternehmung Beijing Foton Daimler Automotive Co., Ltd. (BFDA) produziert. Neben der Fertigstellung einer zweiten Auman Lkw-Produktion kümmert sich das Joint Venture künftig um den Aufbau einer Motorenproduktion. Daimler bringt dabei sein technologisches Know-how, insbesondere in den Bereichen Dieselmotoren und Abgassysteme, ein.

Mit einer Kooperation von Fuso und Nissan baut Daimler Trucks das Produktportfolio in Japan weiter aus: Der im November geschlossene Vertrag regelt die gegenseitige Belieferung von Leicht-Lkw. Im Zuge dessen wird ab 2013 das Fuso Produktportfolio um den »Fuso Canter Guts«, erweitert.

In Russland profitiert Daimler Trucks bei seiner Zusammenarbeit mit unserem Partner Kamaz vom modularen Baukastenprinzip: Auf Basis eines Lizenzvertrages werden Mercedes-Benz Axor-Kabinen ab 2013 in die neue Generation der Kamaz-Lkw eingebaut. Darüber hinaus beliefern wir Kamaz seit November 2012 im Rahmen eines Lieferabkommens mit Diesel- und Gasmotoren sowie Achsen. Damit erweitert Daimler Trucks die Zusammenarbeit, zu der auch die zwei lokalen Joint Ventures zur Produktion und zum Vertrieb von Mercedes-Benz und Fuso Lkw in Russland gehören.

Produktoffensive weiter im Plan. Über die Einführung der neuen Marke BharatBenz hinaus präsentierte Daimler Trucks auch im abgelaufenen Geschäftsjahr zahlreiche Neuerungen.

Mit dem Mercedes-Benz Antos verfügen wir nun über die erste spezialisierte Fahrzeugklasse für den Einsatz im schweren Verteilerverkehr. Der Antos geht mit einem breiten Angebot an Euro-VI-Dieselmotoren mit drei Hubraumklassen an den Start: Von 175 bis 375 kW können die Kunden das passende Aggregat auswählen. Die Kraftübertragung erfolgt durchweg über vollautomatisierte PowerShift-3-Getriebe. Daraus resultieren günstige Fahrleistungen auch bei nur gelegentlich voll ausgelasteten Last- und Sattelzügen. Für besondere Einsatzgebiete gibt es spezifizierte Modelle. Sämtliche aus dem Langstrecken-Lkw Actros bekannten Assistenzsysteme sind nun erstmals auch im Verteilerverkehr verfügbar.

Im Mai 2012 hat Daimler Trucks den neuen Freightliner Cascadia Evolution vorgestellt, der ab 2013 auf dem amerikanischen Markt verfügbar ist. Im Vergleich zum aktuellen Modell (EPA 10 Cascadia) verbraucht der neue Lkw bis zu 7 % weniger Kraftstoff, was bereits bei einer Testfahrt über 2.400 Meilen durch ein unabhängiges Institut bestätigt wurde. Die hohe Einsparung wird sowohl durch den neuen Motor der Baureihe Detroit DD 15 als auch durch aerodynamische Maßnahmen erzielt.

Im Mai startete in Japan der Verkauf des neuen Hybridfahrzeugs »Fuso Canter Eco Hybrid«; seit dem dritten Quartal ist dieser Lkw auch in Europa und auf weiteren internationalen Märkten verfügbar. Durch die erstmalige Kombination eines Doppelkupplungsgetriebes mit einem Hybridmotor zeichnet sich das Fahrzeug durch geringeren Kraftstoffverbrauch, Wirtschaftlichkeit und Komfort aus. Als sauberstes Fahrzeug in seiner Klasse unterschreitet der Fuso Canter Eco Hybrid die in Japan geltende Abgasnorm bei Stickoxid- und Partikelemissionen um 30 %. Außerdem verbraucht er im Vergleich zum aktuellen Fuso Canter mit konventionellem Dieselantrieb über 25 % weniger Kraftstoff. Der Fuso Canter Eco Hybrid wurde von japanischen Automobilexperten für seine innovative Technologie ausgezeichnet.

Nach der neuen schweren Motorengeneration hat Daimler Trucks im Frühjahr die neu entwickelte Serie »OM 93x« mittelschwerer Motoren präsentiert. Erstmals gibt es in einer Nutzfahrzeug-Motorenbaureihe sämtliche Motoren ausschließlich in der künftigen Abgasstufe Euro VI. Die neuen Motoren sind maßgeschneidert für den leichten bis schweren Verteilerverkehr und für die Einsätze im leichten und mittleren Baustellen- und Fernverkehr sowie für Stadt- und Überlandbusse.

Auch bei den Fahrassistenzsystemen bietet Daimler Trucks eine Bandbreite neuer und optimierter Produkte, die den Kunden deutliche Vorteile bieten. Mit »Predictive Powertrain Control«, einem »vorausschauenden Tempomaten«, sinkt der Kraftstoffverbrauch um bis zu 3 %. Das System erkennt die vor ihm liegende Topografie und kann dadurch verbrauchsoptimal agieren. Dabei greift das System auch in die Getriebesteuerung ein.

Eine deutliche Verringerung der Risiken von Auffahrunfällen erzielen wir durch die dritte Generation des »Active Brake Assist« (ABA3). Als Basis für die Weiterentwicklung diente der Abstandsregeltempomat. Im Unterschied zur reinen automatischen Abstandsregelung leitet ABA3 bei akuter Gefahr eines Auffahrunfalls selbstständig bei bewegten und stehenden Hindernissen eine Vollbremsung ein und warnt durch Hupen und Warnblinken auch die anderen Verkehrsteilnehmer.

Nach erfolgreichem Pilotprojekt in mehreren Kernmärkten Asiens sowie des Nahen und Mittleren Ostens baut Fuso sein After-Sales-Geschäft mit der Marke »Diamond Value Parts« deutlich aus. Die Ersatzteile der zusätzlichen Marke heben sich in Sachen Qualität, Zuverlässigkeit und Effizienz stark von Produkten anderer Marktteilnehmer ab, sind jedoch deutlich preisgünstiger als Originalteile.

»Shaping Future Transportation« – dieses Motto bedeutet für Daimler Trucks, Ressourcen zu schonen, Emissionen aller Art zu reduzieren und gleichzeitig höchstmögliche Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Im Rahmen der Initiative »Aerodynamics Truck & Trailer« hat sich Daimler Trucks die drastische Reduktion von Luftwiderstand und Kraftstoffverbrauch zum Ziel gesetzt. Mit dem neuen Actros hat Mercedes-Benz den effizientesten Schwer-Lkw im Angebot. Neu dazugekommen ist der Auflieger »Aerodynamics Trailer« mit einem um rund 18 % reduzierten Luftwiderstand. Ebenfalls über einen optimierten Luftwiderstand verfügt der Lkw-Prototyp »Aerodynamic Truck«; er basiert auf einem Actros ClassicSpace-Fahrerhaus. Die um rund 12 % verbesserte Aerodynamik führt zu einer Verbrauchseinsparung von rund 3 % auf Fernstraßen. Aktuell sind Truck und Trailer für weitere Erprobungsfahrten unterwegs.

Bereits Anfang des Jahres 2012 wurde unsere amerikanische Nutzfahrzeugtochter Daimler Trucks North America (DTNA) von den US-Behörden für ihr komplettes Fahrzeugprogramm von Fernverkehrs-Lkw, mittelschweren Lkw sowie Bau- und Kommunalfahrzeugen der Marken Freightliner und Western Star nach dem ab 2014 gültigen »Greenhouse Gas 2014-Standard« (GHG 14) zertifiziert. DTNA ist damit Vorreiter in der US-amerikanischen Lkw-Industrie.

Auch der neue Freightliner Cascadia Evolution ist bereits Gegenstand weiterer Optimierungsideen. Ausgestattet mit einem automatisierten Detroit-DT-12-Getriebe, rollwiderstandsarmen Breitreifen und einem aerodynamisch geformten Sattelauflieger konnte ein hervorragender Verbrauchswert von 10,67 Meilen pro Gallone (22 Liter/100 km) gemessen werden.