EBIT

Der Daimler-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2012 ein EBIT von 8,6 (i. V. 8,8) Mrd. €. (Vgl. Tabelle 3.11 und Abbildung 3.12)

3.11

EBIT nach Segmenten
  2012 2011 12/11
in Millionen €     Veränd. in %
       
Mercedes-Benz Cars 4.389 5.192 -16
Daimler Trucks 1.714 1.876 -9
Mercedes-Benz Vans 541 835 -35
Daimler Buses -232 162 .
Daimler Financial Services 1.292 1.312 -2
Überleitung 911 -622 .
Daimler-Konzern 8.615 8.755 -2
 

Die Ergebnisentwicklung war trotz teilweise schwieriger Marktbedingungen durch weitere Absatzsteigerungen bei Mercedes-Benz Cars und Daimler Trucks geprägt. Daimler Buses und Mercedes-Benz Vans verzeichneten dagegen einen Absatzrückgang. Eine Verschiebung in der regionalen Absatzstruktur, ein ungünstigerer Modell-Mix sowie höhere Aufwendungen im Zusammenhang mit der Erweiterung des Produktportfolios bei Mercedes-Benz Cars und der aktuellen Produktoffensive bei Daimler Trucks haben sich zudem im Konzern-EBIT ausgewirkt. Zusätzlich fielen bei Mercedes-Benz Vans Aufwendungen im Zusammenhang mit der Abwertung des chinesischen Joint Ventures Fujian Benz Automotive Corporation an. Daimler Financial Services erreichte ein Ergebnis auf Vorjahresniveau. Die Entwicklung der Wechselkurse hat das Konzern-EBIT insgesamt positiv beeinflusst.

Daimler GB2012 Ergebnisentwicklung

Weiterhin sind im EBIT deutlich höhere Aufwendungen infolge der Aufzinsung der langfristigen Rückstellungen sowie Effekte aufgrund gesunkener Abzinsungsfaktoren enthalten (2012: 543 Mio. €; 2011: 225 Mio. €).

Als Folge der im ersten Quartal 2012 beschlossenen Neuausrichtung des europäischen und nordamerikanischen Geschäftssystems von Daimler Buses ergaben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von 155 Mio. €. Aus dem Verkauf des 7,5 %-Anteils an EADS resultierte in der Berichtsperiode ein Ertrag von 709 Mio. €.

Im Vorjahr wurden im Zusammenhang mit der Naturkatastrophe in Japan Aufwendungen von 80 Mio. € bei Daimler Trucks und bei Daimler Financial Services im Ergebnis berücksichtigt. Weiterhin waren im Konzern-EBIT des Vorjahres Aufwendungen aus der Abwertung der Beteiligungsbuchwerte an Renault (110 Mio. €) und Kamaz (32 Mio. €) enthalten.

Die Sonderfaktoren, die die Ergebnisentwicklung in den Jahren 2012 und 2011 beeinflussten, sind in Tabelle 3.13 im Einzelnen dargestellt.

3.13

Sonderfaktoren im EBIT
  2012 2011
in Millionen €    
     
Daimler Trucks    
Abwertung der Beteiligung an Kamaz - -32
Naturkatastrophe in Japan - -70
     
Mercedes-Benz Vans    
Abwertung des Joint Ventures Fujian Benz Automotive Corporation -64 -
     
Daimler Buses    
Neuausrichtung Geschäftssystem -155 -
     
Daimler Financial Services    
Naturkatastrophe in Japan - -10
     
Überleitung    
Abwertung der Beteiligung an Renault - -110
Ertrag aus dem Verkauf von EADS-Anteilen +709 -
 

Das EBIT des Geschäftsfelds Mercedes-Benz Cars lag mit 4.389 Mio. € unter dem Vorjahresergebnis von 5.192 Mio. €. Die Umsatzrendite belief sich auf 7,1 % (i. V. 9,0 %). (Vgl. Abbildung 3.14)

Daimler GB2012 Umsatzredite

In einem deutlich schwieriger gewordenen wirtschaftlichen Umfeld entwickelte sich der Absatz gut. Insbesondere im Kompaktwagen- und SUV-Segment erzielten wir hohe Zuwachsraten. In regionaler Hinsicht entwickelte sich vor allem das Geschäft in den USA sehr positiv. Ergebniszuwächse konnten zudem durch positive Wechselkurseffekte realisiert werden. Ergebnisbelastungen entstanden durch eine Verschiebung in der regionalen Absatzstruktur und eine Veränderung des Modell-Mixes. Ferner wirkten sich Aufwendungen im Zusammenhang mit Produktattraktivierungen sowie Aufwendungen für Kapazitätserweiterungen und Vorleistungen für neue Technologien und Fahrzeuge negativ auf das operative Ergebnis aus. Diese Ergebnisbelastungen konnten nur zum Teil durch weitere Effizienzverbesserungen ausgeglichen werden. Des Weiteren führten die Aufzinsung der langfristigen Rückstellungen und Zinsänderungseffekte zu höheren Aufwendungen.

Das EBIT des Geschäftsfelds Daimler Trucks lag mit 1.714 Mio. € unter dem Vorjahresergebnis (i. V. 1.876 Mio. €). Die Umsatzrendite belief sich auf 5,5 % (i. V. 6,5 %). (Vgl. Abbildung 3.14)

Das Ergebnis war einerseits geprägt durch die positive Absatz- und Umsatzentwicklung in der NAFTA-Region und in Asien. Geringere Garantieaufwendungen und Wechselkurseffekte trugen ebenfalls positiv zum Ergebnis bei. Andererseits waren Ergebnisbelastungen durch die aktuelle Produktoffensive und eine rückläufige Nachfrage in Brasilien und Westeuropa zu verzeichnen. Der Nachfragerückgang stand im Zusammenhang mit einer schwächeren konjunkturellen Entwicklung und in Brasilien zusätzlich mit der Einführung einer neuen Abgasstufe zu Beginn des Jahres 2012. Aufwendungen entstanden durch die Aufzinsung der langfristigen Rückstellungen und durch Effekte aus Zinssatzänderungen. Das Ergebnis des Vorjahres enthielt Aufwendungen in Höhe von 70 Mio. € infolge der Naturkatas–trophe in Japan sowie Belastungen aus der Abwertung des Beteiligungsbuchwerts an Kamaz (32 Mio. €).

Das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Vans erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2012 ein Ergebnis von 541 (i. V. 835) Mio. €; die entsprechende Umsatzrendite belief sich auf 6,0 % gegenüber 9,1 % im Vorjahreszeitraum. (Vgl. Abbildung 3.14)

Der Ergebnisrückgang ist unter anderem auf den Absatzrückgang insbesondere infolge eines deutlich schwächeren Marktes in Westeuropa zurückzuführen. Die gute Produktqualität hat sich in geringeren Garantieaufwendungen niedergeschlagen. Darüber hinaus wirkten sich Wechselkurseffekte positiv auf das Ergebnis aus. Gegenläufig fielen Aufwendungen in Höhe von 64 Mio. € im Zusammenhang mit der Abwertung des chinesischen Joint Ventures Fujian Benz Automotive Corporation an. Darüber hinaus entstanden Aufwendungen für die Markteinführung des Stadtlieferwagens Citan und den Anlauf des neuen Sprinter in Argentinien.

Das EBIT des Geschäftsfelds Daimler Buses lag bei -232 (i. V. 162) Mio. €; die Umsatzrendite belief sich auf -5,9 % (i. V. 3,7 %). (Vgl. Abbildung 3.14)

Der Ergebnisrückgang resultiert im Wesentlichen aus einem geringeren Absatz von Fahrgestellen infolge der schwierigen Geschäftssituation in Lateinamerika sowie einem ungünstigeren Modell-Mix in einem rückläufigen europäischen Markt. Weiterhin haben sich Aufwendungen in Höhe von 155 Mio. € für die Neuausrichtung des europäischen und des nordamerikanischen Geschäftssystems sowie negative Wechselkurseffekte auf das Ergebnis ausgewirkt.

Daimler Financial Services konnte im Geschäftsjahr 2012 ein Ergebnis von 1.292 Mio. € erzielen und bewegte sich damit auf dem Niveau des Vorjahres (1.312 Mio. €). Die Eigenkapitalrendite lag bei 21,9 % (i. V. 25,5 %). (Vgl. Abbildung 3.15)

Daimler GB2012 Eigenkapitalrendite

Ein höheres Vertragsvolumen und Wechselkurseffekte trugen positiv zur Ergebnisentwicklung bei. Gegenläufig wirkten sich geringere Zinsmargen und eine Normalisierung der Risikokosten, die im Vorjahr noch außergewöhnlich niedrig gewesen waren, auf das Ergebnis aus. Zusätzliche Aufwendungen entstanden im Zusammenhang mit der Ausweitung des Portfolios. Im Vorjahresergebnis waren Wertberichtigungen für erwartete Forderungsausfälle enthalten, die im Zusammenhang mit der Naturkatastrophe in Japan vorgenommen wurden (10 Mio. €).

Die Überleitung der operativen Ergebnisse der Geschäftsfelder auf das EBIT des Konzerns umfasst das anteilige Ergebnis der at-equity bewerteten Beteiligung an EADS, weitere zentral verantwortete Sachverhalte sowie Ergebniseffekte aus der Eliminierung konzerninterner Transaktionen zwischen den Geschäftsfeldern.

Der Anteil von Daimler am Ergebnis von EADS betrug 307 (i. V. 143) Mio. €. Zusätzlich realisierte der Konzern aus dem Verkauf des 7,5 %-Anteils an EADS in der Berichtsperiode einen Ertrag in Höhe von 709 Mio. €. Aus zentral verantworteten Sachverhalten sind Aufwendungen in Höhe von 113 (i. V. 588) Mio. € berücksichtigt. Im Vorjahr beinhalteten die zentral verantworteten Sachverhalte insbesondere Aufwendungen im Zusammenhang mit rechtlichen Verfahren und aus der Abwertung des Beteiligungsbuchwerts an Renault (110 Mio. €).

Aus der Eliminierung konzerninterner Transaktionen ergab sich im Jahr 2012 ein Ertrag von 8 (i. V. Aufwand von 177) Mio. €.