Vermögenslage

Konzernbilanz

3.37

Verkürzte Konzernbilanz      
  31.12. 2012 31.12. 2011 12/11

in Millionen €
    Veränderung in %
       
Aktiva      
Immaterielle Vermögenswerte 8.885 8.259 +8
Sachanlagen 20.599 19.180 +7
Vermietete Gegenstände und Forderungen aus Finanzdienstleistungen 75.118 68.378 +10
At-equity bewertete Finanzinvestitionen 4.646 4.661 .
Vorräte 17.720 17.081 +4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.543 7.849 -4
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 10.996 9.576 +15
Verzinsliche Wertpapiere 5.598 2.281 +145
Übrige finanzielle Vermögenswerte 5.960 4.964 +20
Sonstige Vermögenswerte 5.913 5.903 .
Summe Aktiva 162.978 148.132 +10
       
Passiva      
Eigenkapital 45.510 41.337 +10
Rückstellungen 16.557 19.137 -13
Finanzierungsverbindlichkeiten 76.251 62.167 +23
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.832 9.515 -7
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 8.391 9.693 -13
Sonstige Schulden 7.437 6.283 +18
Summe Passiva 162.978 148.132 +10

Die Bilanzsumme stieg im Vergleich zum 31. Dezember 2011 von 148,1 Mrd. € auf 163,0 Mrd. € an. Der währungsbereinigte Anstieg beläuft sich auf 17,2 Mrd. €. Von der Bilanzsumme entfallen 85,5 (i. V. 75,6) Mrd. € auf das Finanzdienstleistungsgeschäft; dies entspricht 52 % (i. V. 51 %) aller Vermögenswerte im Daimler-Konzern.

Die Ausweitung der Bilanzsumme ist überwiegend auf den Anstieg der Vermieteten Gegenstände und Forderungen aus Finanzdienstleistungen, der Liquidität (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und verzinsliche Wertpapiere) sowie der Sachanlagen zurückzuführen. Auf der Passivseite sind insbesondere höhere Finanzierungsverbindlichkeiten und ein gestiegenes Eigenkapital zu verzeichnen. Die Rückstellungen haben sich dagegen vermindert. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme liegt mit 41 % auf dem Niveau des Vorjahres. Der Anteil der kurzfristigen Schulden liegt bei 36 % (i. V. 37 %) der Bilanzsumme. (Vgl. Abbildung 3.38)

Daimler GB2012 Bilanzstruktur Daimler Konzern

Die Immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 8,9 (i. V. 8,3) Mrd. € beinhalten 7,2 (i. V. 6,7) Mrd. € aktivierte Entwicklungskosten. Der Anstieg entfiel insbesondere auf die aktivierten Entwicklungskosten im Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars. Die im Berichtsjahr aktivierten Entwicklungskosten lagen wie im Vorjahr bei 1,5 Mrd. € und entsprechen einem Anteil von 26,0 % (i.V. 25,9 %) an den gesamten Forschungs- und Entwicklungsleistungen des Konzerns. (Vgl. Forschung und Entwicklung, Umweltschutz 3.27)

3.27

Forschungs- und Entwicklungsleistungen nach Geschäftsfeldern
  2012 2011 12/11
in Millionen €     Veränd. in %
       
Daimler-Konzern 5.644 5.634 +0
davon aktiviert 1.465 1.460 +0
Mercedes-Benz Cars 3.863 3.733 +3
davon aktiviert 1.125 1.051 +7
Daimler Trucks 1.197 1.321 -9
davon aktiviert 180 251 -28
Mercedes-Benz Vans 371 358 +4
davon aktiviert 137 126 +9
Daimler Buses 222 225 -1
davon aktiviert 23 32 -28

Die über den Abschreibungen liegenden Investitionen (Vgl. Tabelle 3.34) führten bei den Sachanlagen zu einem Anstieg auf 20,6 Mrd. € (i. V. 19,2 Mrd. €). Im Berichtsjahr wurden insgesamt 4,8 Mrd. € – schwerpunktmäßig an deutschen Standorten – für den Anlauf neuer Produkte und die Erweiterung der Kapazitäten sowie für Modernisierungsmaßnahmen investiert.

3.34

Sachinvestitionen nach Geschäftsfeldern
  2012 2011 12/11
in Millionen €     Veränd. in %
       
Daimler-Konzern 4.827 4.158 +16
 in % vom Umsatz 4,2 3,9  
Mercedes-Benz Cars 3.495 2.724 +28
 in % vom Umsatz 5,7 4,7  
Daimler Trucks 989 1.201 -18
 in % vom Umsatz 3,2 4,2  
Mercedes-Benz Vans 223 109 +105
 in % vom Umsatz 2,5 1,2  
Daimler Buses 82 103 -20
 in % vom Umsatz 2,1 2,3  
Daimler Financial Services 23 21 +10
 in % vom Umsatz 0,2 0,2  

Die Vermieteten Gegenstände und Forderungen aus Finanzdienstleistungen stiegen auf insgesamt 75,1 Mrd. € (i. V. 68,4 Mrd. €) an. Der wechselkursbereinigte Anstieg in Höhe von 7,9 Mrd. € war durch das gestiegene Neugeschäft aufgrund des hohen Absatzvolumens der automobilen Geschäftsfelder bedingt. Der Anteil an der Bilanzsumme liegt unverändert zum Vorjahr bei 46 %.

Die At-equity bewerteten Finanzinvestitionen in Höhe von 4,6 Mrd. € umfassen vor allem die Buchwerte unserer Beteiligungen an EADS, der Engine Holding, den beiden chinesischen Joint Ventures Beijing Foton Daimler Automotive für das Lkw-Geschäft und Beijing Benz Automotive im Pkw-Bereich sowie Kamaz. Dem Rückgang aus dem Verkauf des 7,5 %-Anteils an EADS im Dezember 2012 (-0,9 Mrd. €) standen Kapitaleinzahlungen in die Engine Holding (0,2 Mrd. €) und in die beiden chinesischen Joint Ventures (0,4 Mrd. €) sowie das anteilige Ergebnis (0,3 Mrd. €) aus unseren Beteiligungen gegenüber.

Die Vorräte stiegen um 0,6 Mrd. € auf 17,7 Mrd. €; der Anteil an der Bilanzsumme beträgt 11 % (i. V. 12 %). Aufgrund der geänderten regionalen Absatzstruktur sind die Fertigen Erzeugnisse um 0,5 Mrd. € auf 13,2 Mrd € gestiegen. Den höheren Beständen an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen stehen geringere Volumina an Unfertigen Erzeugnissen gegenüber.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen um 0,3 Mrd. € auf 7,5 Mrd. € zurück. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr betrifft im Wesentlichen die asiatischen Pkw- und Lkw-Märkte.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stiegen gegenüber dem Jahresende 2011 um 1,4 Mrd. € auf 11,0 Mrd. € an.

Der Bestand an Verzinslichen Wertpapieren wurde gegenüber dem 31. Dezember 2011 von 2,3 Mrd. € auf 5,6 Mrd. € erhöht. Er beinhaltet die der Liquidität zugeordneten Schuldtitel, die auf einem aktiven Markt gehandelt werden.

Die Übrigen finanziellen Vermögenswerte stiegen um 1,0 Mrd. € auf 6,0 Mrd. € an. Sie bestehen vor allem aus Beteiligungen, derivativen Finanzinstrumenten sowie Krediten und sonstigen Forderungen an Dritte. Die Veränderung war hauptsächlich auf die derivativen Finanzinstrumente zurückzuführen.

Die Sonstigen Vermögenswerte in Höhe von 5,9 (i. V. 5,9) Mrd. € beinhalteten insbesondere latente Steuern sowie Steuererstattungsansprüche.

Das Eigenkapital des Konzerns erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2011 um 4,2 Mrd. € auf 45,5 Mrd. €. Dem positiven Konzernergebnis (Vgl. Gewinn- und Verlustrechnung Tabelle 3.23) in Höhe von 6,5 Mrd. € standen die Ausschüttung der Dividende (Vgl. Dividende Abbildung 3.24) für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von 2,3 Mrd. € sowie Wechselkurseffekte in Höhe von -0,5 Mrd. € gegenüber. Für das Geschäftsjahr 2012 wird eine Dividendenzahlung von 2,20 € pro Aktie vorgeschlagen.

3.23

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  2012 2011 12/11
in Millionen €     Veränd. in %
       
Umsatzerlöse 114.297 106.540 +7
Umsatzkosten -88.784 -81.023 +10
Bruttoergebnis vom Umsatz 25.513 25.517 .
Vertriebskosten -10.451 -9.824 +6
Allgemeine Verwaltungskosten -3.973 -3.855 +3
Forschungs- und nicht aktivierte Entwicklungskosten -4.179 -4.174 .
Sonstige betriebliche Erträge 1.507 1.381 +9
Sonstige betriebliche Aufwendungen -291 -355 -18
Ergebnis aus at-equity bewerteten Finanzinvestitionen 990 273 .
Übriges Finanzergebnis -501 -208 -141
Ergebnis vor Zinsergebnis und Ertragsteuern (EBIT)1 8.615 8.755 -2
Zinserträge 828 955 -13
Zinsaufwendungen -1.725 -1.261 +37
Ergebnis vor Ertragsteuern 7.718 8.449 -9
Ertragsteuern -1.223 -2.420 -50
Konzernergebnis 6.495 6.029 +8
davon       
auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis 400 362 +11
davon       
Anteil der Aktionäre der Daimler AG 6.095 5.667 +8
1 EBIT enthält Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sowie Effekte aus der Änderung der Abzinsungsfaktoren (2012: 543 Mio. €; 2011: -225 Mio. €).
Daimler GB2012 Dividende je Aktie

Die Eigenkapitalquote lag bei 26,5 % (i. V. 26,3 %); für das Industriegeschäft belief sich die Eigenkapitalquote auf 47,8 % (i. V. 46,4 %). Die Eigenkapitalquoten 2011 und 2012 sind um die tatsächliche beziehungsweise vorgeschlagene Dividendenzahlung für die Geschäftsjahre 2011 und 2012 bereinigt.

Die Rückstellungen lagen mit 16,6 Mrd. € unter dem Niveau zum 31. Dezember 2011 (19,1 Mrd. €); der Anteil an der Bilanzsumme beträgt 10 % (i. V. 13 %). Der Rückgang ist durch geringere Verpflichtungen für Ertragsteuern im Zusammenhang mit steuerlichen Veranlagungen für Vorjahre und für Produktgarantien bedingt. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen lagen leicht unter dem Niveau zum Jahresende 2011.

Die Finanzierungsverbindlichkeiten stiegen um 14,1 Mrd. € auf 76,3 Mrd. € an. Der wechselkursbereinigte Anstieg in Höhe von 15,3 Mrd. € ist hauptsächlich auf das gewachsene Leasing- und Absatzfinanzierungsgeschäft zurückzuführen. Von den Finanzierungsverbindlichkeiten entfallen 47 % auf Anleihen, 27 % auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, 16 % auf Einlagen aus dem Direktbankgeschäft sowie 7 % auf Verbindlichkeiten aus ABS-Transaktionen.

Daimler GB2012 Bilanzstruktur Industriegeschaeft

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnten gegenüber dem Vorjahreswert auf 8,8 (i. V. 9,5) Mrd. € reduziert werden.

Die Übrigen finanziellen Verbindlichkeiten gingen um 1,3 Mrd. € auf 8,4 Mrd. € zurück. Sie umfassen vor allem die Verbindlichkeiten aus Restwertgarantien und aus der Entgeltabrechnung, die derivativen Finanzinstrumente sowie die Zinsabgrenzungen auf Finanzierungsverbindlichkeiten. Die Veränderung war hauptsächlich auf die derivativen Finanzinstrumente zurückzuführen.

Die Sonstigen Schulden in Höhe von 7,4 (i. V. 6,3) Mrd. € beinhalten insbesondere latente Steuern, Steuerverbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten. Der Anstieg betraf die latenten Steuern und Rechnungsabgrenzungsposten.

Weitergehende Informationen zu den bilanzierten Vermögenswerten, dem Eigenkapital und den Schulden des Konzerns können der Konzernbilanz (Vgl. Bilanz), der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals (Vgl. Entwicklung des Eigenkapitals) sowie den jeweiligen Erläuterungen im Konzernanhang entnommen werden.

Finanzierungsstatus der Pensionsverpflichtungen

Der Finanzierungsstatus der Pensionsverpflichtungen als Differenz zwischen dem Barwert der Pensionsverpflichtungen und dem Marktwert der Fondsvermögen lag bei -9,7 Mrd. € gegenüber -6,5 Mrd. € im Vorjahr. Am Bilanzstichtag betrugen die Pensionsverpflichtungen des Konzerns 23,9 Mrd. € gegenüber 19,1 Mrd. € im Vorjahr. Der Anstieg resultierte insbesondere aus der Absenkung des Diskontierungszinssatzes bei den inländischen Pensionsplänen um 1,6 %-Punkte auf 3,1 %.

Die Fondsvermögen zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen nahmen insbesondere aufgrund der im Jahr 2012 erwirtschafteten Erträge (1,3 Mrd. €) von 12,6 Mrd. € auf 14,2 Mrd. € zu.

Mit Anwendung des geänderten IAS 19 ab dem 1. Januar 2013 sind die bisher außerbilanziell erfassten versicherungsmathematischen Verluste (-8,3 Mrd. €) ergebnisneutral in der Bilanz zu berücksichtigen; das Eigenkapital wird sich damit um 6,4 Mrd. € verringern. Wir weisen damit weiterhin eine solide Eigenkapitalquote von 22,6 % im Konzern und 39,7 % im Industriegeschäft aus.

Weitergehende Informationen zu den Auswirkungen in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie zu Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen können der Anmerkung 1 bzw. Anmerkung 22 des Konzernanhangs entnommen werden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Transaktionen

Im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist der Konzern sonstige finanzielle Verpflichtungen eingegangen, die über die in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012 ausgewiesenen Verbindlichkeiten hinausgehen. Diese betreffen überwiegend Einkaufsverpflichtungen und Verpflichtungen für Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen sowie andere Vereinbarungen. Darüber hinaus sind wir Zahlungsverpflichtungen im Rahmen von Miet-, Pacht- und Leasingverträgen zur Nutzung von Produktionsstätten und sonstigen Sachanlagen eingegangen. Zudem gewährte insbesondere Daimler Financial Services im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit unwiderrufliche Kreditzusagen.

Tabelle 3.40 gibt einen Überblick über diese Verpflichtungen und deren Fälligkeiten.

3.40

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Transaktionen
      Zahlungen, die fällig werden innerhalb:
 
Insgesamt
von
einem Jahr

1-3 Jahren

4-5 Jahren
nach
5 Jahren
in Millionen €          
           
Einkaufsverpflichtungen, Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen
und andere Vereinbarungen

10.159

7.290

1.869

700

300
Zukünftige Mietzahlungen im Rahmen von Miet- und Leasingverhältnissen 2.139 360 575 437 767
Unwiderrufliche Kreditzusagen 1.022 672 176 174 -

Außerbilanzielle Transaktionen des Konzerns betreffen Sachverhalte, bei denen Daimler Garantien gewährt hat und damit im Zusammenhang mit diesen Transaktionen weiterhin einem Risiko ausgesetzt ist. Hierunter fallen jedoch nicht die Gewährleistungs- und Kulanzzusagen (Produktgarantien), die der Konzern im Rahmen seiner Fahrzeugverkäufe bereitstellt. Die von uns ausgewiesenen Garantien (ohne Produktgarantien) entfallen überwiegend auf Finanzgarantien. Dabei garantieren wir als Garantiegeber im Allgemeinen, dass wir im Fall der Nichterfüllung der finanziellen Verpflichtung durch den Hauptschuldner dessen Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Die maximal möglichen Zahlungsverpflichtungen aus solchen Finanzgarantien belaufen sich zum 31. Dezember 2012 auf 0,9 (i. V. 1,4) Mrd. €; hierfür gebildete Rückstellungen betragen 0,1 (i. V. 0,2) Mrd. €.

Die Finanzgarantien entfallen überwiegend auf folgende Sachverhalte: Im Zusammenhang mit der Abgabe der Mehrheit an Chrysler garantiert der Konzern für Verpflichtungen von Chrysler; zum 31. Dezember 2012 beliefen sich diese Garantien auf 0,3 Mrd. €, wobei als Sicherheit für die zugrunde liegenden Verpflichtungen eine Einlage von Chrysler von 0,2 Mrd. € auf einem Treuhandkonto zur Verfügung steht. Das Vorjahr beinhaltete noch eine Garantie für Zahlungen an die Chrysler-Pensionsfonds, deren Laufzeit im August 2012 ausgelaufen ist. Eine weitere Finanzgarantie entfällt mit 0,1 Mrd. € auf Bankverbindlichkeiten der Toll Collect GmbH, der Betreibergesellschaft für das elektronische Lkw-Mauterhebungssystem in Deutschland.

Weitere Risiken ergeben sich aus einer Garantie, die der Konzern für Verpflichtungen der Toll Collect GmbH gegenüber der Bundesrepublik Deutschland übernommen hat. Diese Garantie steht im Zusammenhang mit der Fertigstellung und dem Betrieb des Mautsystems; eine Inanspruchnahme dieser Garantie entsteht im Wesentlichen, falls technisch bedingt Mautgebühren ausfallen oder bestimmte vertraglich definierte Leistungsparameter nicht erfüllt werden, falls die Bundesrepublik Deutschland zusätzliche Aufrechnungen aufstellt oder die endgültige Betriebserlaubnis verweigert wird. Gegen den Konzern ist auch ein Schiedsgerichtsverfahren anhängig. Das maximale Verlustrisiko für den Konzern aus dieser Garantie ist beträchtlich, kann jedoch nicht mit ausreichender Sicherheit bestimmt werden.

Darüber hinaus hat der Konzern eine Mehrzahl von jeweils kleineren Garantien abgegeben, bei denen Daimler unter anderem finanzielle Verpflichtungen von Gesellschaften garantiert, die uns mit Zulieferteilen, Fahrzeugkomponenten oder Dienstleistungen beliefern oder Produktionseinrichtungen an uns vermieten.

Rückkaufverpflichtungen ergeben sich für den Konzern aus Vereinbarungen, bei denen wir bestimmte Rückkaufwerte oder Marktwerte von verkauften Fahrzeugen garantieren. Der überwiegende Teil dieser Garantien begründet für den Begünstigten das Recht, erworbene Fahrzeuge an den Konzern zurückzugeben, soweit der Kunde erneut ein Fahrzeug von Daimler erwirbt. Zum 31. Dezember 2012 betrug das maximale Verlustrisiko aus diesen Garantien 0,8 (i. V. 0,7) Mrd. €; dafür gebildete Rückstellungen beliefen sich zum Jahresende 2012 auf 115 (i. V. 44) Mio. €.

Weitergehende Informationen zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen und den bedingten Verpflichtungen aus gewährten Garantien beziehungsweise zum elektronischen Mauterhebungssystem und den damit verbundenen Risiken können der E Anmerkung 29 (Garantien und sonstige finanzielle Verpflichtungen) beziehungweise Anmerkung 28 (Rechtliche Verfahren) des Konzernanhangs entnommen werden.