• 4.1 keyvisual nachhaltigkeit

    Daimler verfügt über ein einmaliges Portfolio an Pkw und Nutzfahrzeugen mit umweltfreundlichen Antriebskonzepten.

Daimler verfügt über ein einmaliges Portfolio an Pkw und Nutzfahrzeugen mit umweltfreundlichen Antriebskonzepten.

Nachhaltigkeit bei Daimler

Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Effiziente Managementstrukturen unterstützen die Umsetzung von Nachhaltigkeitsthemen in allen Geschäftsfeldern. Den intensiven Dialog mit den Stakeholdern haben wir im Berichtsjahr fortgeführt und weiter ausgebaut.

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie. Wir wollen den Wert unseres Unternehmens nachhaltig steigern. Deshalb müssen wir Wertschöpfung in einem umfassenden Sinne verstehen und den Erfolg unserer Geschäftstätigkeit nicht nur an finanziellen Kennzahlen, sondern auch an deren gesellschaftlichen Akzeptanz messen. Um das zu erreichen, haben wir Nachhaltigkeit als integralen Bestandteil in unseren Zielen und als Grundprinzip in der Unternehmensstrategie verankert. Von grundsätzlicher Bedeutung sind für uns zudem die zehn Prinzipien des Global Compact, dem wir als Gründungsmitglied und seit 2011 als Mitglied des LEAD-Teams besonders verbunden sind. Darüber hinaus orientieren wir uns an den Arbeitsnormen der International Labour Organization (ILO) und den OECD-Leitlinien für multinationale Unternehmen.

Effektive und aufeinander abgestimmte Strategien und Initiativen sorgen dafür, dass Nachhaltigkeit in unserer Geschäftstätigkeit ihren festen Platz hat. In unserem konzernweiten Nachhaltigkeitsmanagementsystem sind diese Strategien mit Maßnahmen hinterlegt und mit messbaren Zielen verbunden. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist unser »Nachhaltigkeitsprogramm 2010 - 2020«, das wir im April 2011 vorgestellt haben. Darin sind die wesentlichen Handlungsfelder für die kommenden Jahre festgelegt. So wollen wir Schadstoffe und Emissionen weiter verringern, die Sicherheit unserer Fahrzeuge nochmals erhöhen, den Dialog mit unseren Lieferanten und Händlern ausbauen sowie unser gesellschaftliches Engagement weiter stärken.

Ökonomische Dimension: Profitables Wachstum und langfristiger ökonomischer Erfolg sichern unser Engagement für eine nachhaltige Entwicklung. Als technologischer Schrittmacher der Automobilbranche wollen wir mit Spitzenleistungen überzeugen und die Zukunft einer sicheren und umweltverträglichen Mobilität gestalten. Grundlage unserer Geschäftstätigkeit ist eine verantwortungsbewusste Unternehmensführung, die auf Integrität, gute Corporate Governance und Compliance-Grundsätze setzt sowie ein in ethischer Hinsicht einwandfreies Verhalten jedes einzelnen Mitarbeiters und jeder Führungskraft fordert und fördert.

Ökologische Dimension: Umweltschutz, Innovation und Sicherheit sind die wesentlichen Themenfelder auf unserem Weg zur Nachhaltigkeit. Unsere Pkw und Nutzfahrzeuge zählen in ihren jeweiligen Marktsegmenten in puncto Umweltschutz und Sicherheit zu den Besten. Mit neuen Mobilitätskonzepten denken wir über das einzelne Fahrzeug hinaus und erproben umweltverträgliche Ansätze für urbane Mobilität. Auch bei der Produktion unserer Fahrzeuge achten wir darauf, jeden Herstellungsschritt so umweltverträglich wie möglich zu gestalten.

Es ist ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Forschungs- und Entwicklungsarbeit, die Umweltverträglichkeit unserer Produkte und Prozesse ständig zu verbessern. Auf diesem Weg haben wir gerade auch im Berichtsjahr beachtliche Erfolge erzielt. So ist es uns beispielsweise in nur einem Jahr gelungen, die CO2-Emissionen unserer in der Europäischen Union neu zugelassenen Pkw um 10 g zu verringern und somit die in unserem Nachhaltigkeitsbericht ausgewiesene Zielvorgabe von 140 g/km zu erreichen.

Soziale und gesellschaftliche Dimension: Wir verstehen uns als »mitgestaltender Akteur in der Gesellschaft«. Deswegen setzen wir uns für unsere Mitarbeiter, unsere Kunden und für die Menschen im gesellschaftlichen Umfeld unserer Standorte ein. Denn wir profitieren von einer hoch motivierten und qualifizierten Belegschaft, von zufriedenen Kunden und von vertrauensvollen Beziehungen zu unseren Stakeholdern. Wir wollen Werte für die Gesellschaft schaffen und engagieren uns mit unserer Spenden-, Sponsoring- und Stiftungstätigkeit unter anderem für in Not geratene Menschen, für die Verständigung zwischen den Kulturen sowie die Förderung von Kunst, Kultur, Bildung, Wissenschaft und Sport.

Stakeholder-Dialog intensiviert. Als Mitglied des Global-Compact haben wir im Rahmen unseres Nachhaltigkeitsengagements den Dialog mit unseren Stakeholdern nochmals intensiviert. Damit unterstützen wir auch die »Leitbild-Initiative für verantwortliches Handeln in der Wirtschaft«, die sich für eine soziale Marktwirtschaft mit fairen Regeln im globalen Wettbewerb stark macht. Mit dem »Daimler Sustainability Dialogue« bringen wir Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Politik und Wissenschaft mit Vertretern des Daimler-Top-Managements zusammen. Anspruch der Dialogveranstaltungen ist es, den Austausch auch zu kritischen Themen zu vertiefen und gemeinsam praktische Lösungen zu suchen.

Zum mittlerweile fünften Daimler Sustainability Dialogue kamen im November 2012 wieder rund 130 Teilnehmer in Stuttgart zusammen. Der Schwerpunkt der Veranstaltung lag unter anderem auf Workshops zu den folgenden Themen: Elektromobilität, Generationenmanagement, Menschenrechte speziell im Rahmen der Lieferkette und gesellschaftliches Engagement. Wie immer werden die Ergebnisse der Workshops in den folgenden zwölf Monaten in gemeinsamen Arbeitsgruppen mit den Stakeholdern weiterbearbeitet; sie schaffen Anknüpfungspunkte für den nächsten Sustainability Dialogue.

Im Mai 2012 haben wir zum dritten Mal einen Stakeholder-Dialog in China durchgeführt. Veranstaltungsort war nach Shanghai im Jahr 2010 nun zum zweiten Mal Peking. Themenschwerpunkte waren Luftverschmutzung und Verkehrsüberlastung in Ballungsräumen, Qualifizierungsmaßnahmen für Universitäts-Absolventen sowie unternehmensethische Standards in Bezug auf Lieferanten und Geschäftspartner. Erstmals veröffentlichte Daimler Northeast Asia einen separaten Nachhaltigkeitsbericht für die Region. Damit hat Daimler sein klares und langfristiges Bekenntnis zu China untermauert und die Bedeutung nachhaltigen Wirtschaftens in dieser wichtigen Wirtschaftsregion unterstrichen.

Erste Stakeholder-Befragung durchgeführt. Für einen Abgleich zwischen den Interessen unserer Stakeholder und der Daimler AG haben wir vom 15. November bis 14. Dezember 2012 eine erste international offene Stakeholder-Befragung durchgeführt, an der sich über 700 Mitarbeiter, Aktionäre, Kunden und Lieferanten der Daimler AG ebenso wie Vertreter aus Politik, Verbänden, Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen und die interessierte Öffentlichkeit beteiligt haben. Diese in Umfang und Offenheit neue Form der Befragung dient dazu, den Diskurs mit unseren Stakeholdern transparent und nachvollziehbar zu gestalten.

Umfassende Nachhaltigkeitsberichterstattung. Im Jahr 2012 erschien zum achten Mal unser konzernweiter Daimler-Nachhaltigkeitsbericht, der an den Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) ausgerichtet ist. Er liefert eine detaillierte und umfassende Nachhaltigkeitsbilanz des zurückliegenden Geschäftsjahres und wird ergänzt durch einen online-basierten interaktiven Nachhaltigkeitsbericht mit vertiefenden und weiterführenden Informationen. Vgl. nachhaltigkeit.daimler.com

Der neue Nachhaltigkeitsbericht über das Geschäftsjahr 2012, der zur Daimler Hauptversammlung Anfang April 2013 präsentiert wird, orientiert sich bereits an den künftigen Anforderungen der GRI. In diesem Zusammenhang werden wesentliche Belange des Unternehmens gezielt herausgearbeitet. Das betrifft vor allem Themenschwerpunkte wie die Internationalität oder unsere spartenübergreifenden Mobilitätskonzepte. Darüber hinaus nutzen wir mit dem neuen Bericht die Chance, über weitere spezifische Anliegen, wie beispielsweise das Generationenmanagement oder unsere Ansätze zur Reduktion von CO2 zu informieren.